INR

Institut für nachhaltiges Ressourcenmanagement


Helmut Jeske wurde 1957 in Frörup, Schleswig-Holstein geboren. Nach seinem Abitur studierte er in Kiel Deutsch und Geschichte und begann bereits parallel zu seinem Studium mit dem Aufbau seiner ersten Krebszucht. Seit 1981 widmet sich Helmut Jeske der professionellen Zucht von Edelkrebsen (Astacus astacus) in geschlossenen Teichanlagen. Hieraus entwickelte sich 1983-1986 zunächst der Bau seiner ersten künstlichen Teichanlage, die er seit 1989 hauptberuflich bewirtschaftet.

Die dort gemachten Erfahrungen flossen 1991 in den Aufbau einer 1,2 ha großen Teich-Kreislaufanlage mit untereinander verbundenen Teichen ein. Diese Anlage ist speziell auf die Bedürfnisse von Edelkrebsen zugeschnitten, erlaubt aber auch die Aufzucht verschiedenster Fischarten sowie anderer anspruchsvoller, wirbelloser Tiere.

Bereits 1998 konnte Helmut Jeske in dieser Anlage eine profitable Speisekrebsproduktion mit dem Schwerpunkt „Schutz durch Nutzung“ durch Professionalisierung der künstlichen Früherbrütung von Edelkrebsen etablieren. Schwerpunkte seiner heutigen Arbeit sind die Vermehrung und Aufzucht größerer Mengen an Edelkrebsen für Besatz- und Forschungszwecke, Reproduktion genetisch schützenswerter Edelkrebsbestände sowie die Entwicklung neuartiger, multitrophischer Produktionsmethoden von Edelkrebsen mit verschiedenen Fischarten wie Maränen, Meerforellen, Elritzen, Schmerlen und auch Weichtieren wie Muscheln (Unio-Arten) und Schnecken (z.B. Viviparus). Dabei werden die Artenkombinationen immer auch im Hinblick auf Synergieeffekte bei den Abwuchsergebnissen und der Futterverwertung zur Verbesserung der Ressourceneffizienz bewertet.

Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit besitzt Helmut Jeske langjährige und projektübergreifende Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Verbänden, Verwaltung, Forschungseinrichtungen und Universitäten.


Mitgliedschaften: Verband der Binnenfischer und Teichwirte in Schleswig-Holstein; Vorstandsmitglied forum flusskrebse